Lese-Rechtschreibschwächen müssen rechtzeitig diagnostiziert werden

Hauptziel der Diagnose ist es, eine Legasthenie frühzeitig zu erkennen, um sensible Phasen (Schlüsseljahre) in der Entwicklung eines Kindes nicht ungenützt verstreichen zu lassen. Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten dürfen nicht als Entwicklungsverzögerung (Spätentwickler) betrachtet werden, die sich mit der Zeit schon auswachsen würden.

Auffallende Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens und Schreibens, die länger als drei Monate andauern, sollten dringend diagnostisch überprüft werden.

Für alle betroffenen Kinder, aber auch für Erwachsene, die Gewissheit darüber haben wollen, wodurch ihre unzureichenden Lese- und Rechtschreibleistungen verursacht werden, führt das Institut eine abgestufte Diagnostik durch. Deren Grundlage bilden eine ausführliche Anamnese (die die individuelle und schulische Entwicklungsgeschichte des Klienten erhebt), altersgemäße Rechtschreib- bzw. Lesetests und bei Bedarf Intelligenztests.

 

Qualitätsanforderungen an die Diagnostik von Lese-Rechtschreibschwächen

Lese-, Rechtschreibschwächen wirken auf die gesamte psychische Entwicklung des betroffenen Kindes ein und prägen eine sich erst entwickelnde und ausbildende Persönlichkeit. An die Umfangsqualität der Diagnostik sind deswegen bei Kindern umfassendere Anforderungen zu stellen als dies bei Erwachsenen der Fall ist, die eine in ihrer Entwicklung abgeschlossene Persönlichkeit aufweisen, wenn bei ihnen eine Beeinträchtigung auftritt.

 

Umfang der Diagnostik bei Lese-Rechtschreibschwächen

Grundsätzlich muß eine auf den Einzelfall abgestimmte Untersuchung durchgeführt werden, die nach differenzial- und förderdiagnostischen Gesichtspunkten zusammengestellt ist.

 

Die Notwendigkeit der Diagnostik von Fehlerquellen

Die Grundlage, um das Lern- und Leistungsversagen präzise zu erfassen und die erforderlichen Hilfsmaßnahmen konkret zu planen, ist die Analyse der schriftsprachlogischen Fehlerquellen von Rechtschreibfehlern.

 

Beratung bei Lese-Rechtschreibschwächen

Beratungen bei Legasthenie sollten nur auf Grundlage einer qualifizierten Gesamtuntersuchung erfolgen. Im Institut Bremen und Rotenburg wird nach Auswertung aller erhobenen Daten das diagnostische Gesamtbild erstellt, auf dessen Grundlage das persönliche Beratungsgespräch mit den Eltern geführt wird.

 

Anmeldung zur Untersuchung

Wir führen pro Schulwoche 4 Einzeluntersuchungen durch, d.h. 150 im Jahresschnitt.